
In der Glasproduktion ist Wärme nicht einfach nur Temperatur – sie ist vielmehr ein Kontrollfaktor. Wenn die Förderbänder des Ofens an Geschwindigkeit gewinnen, reagiert die 230-V-Infrarot-Quarzlampe schnell und wiederholt dabei immer wieder denselben Ausstrahlungsvorgang. So muss man keine Rücksicht auf zeitliche Verzögerungen bei jedem Temperier- oder Biegevorgang nehmen.
Was technisch wichtig ist: Die Lampe arbeitet mit 230 V – das entspricht dem üblichen Stromnetz und erleichtert somit die Anschlussarbeit. Die Infrarotenergie trifft auf das Absorptionsspektrum der Glasschicht sowie der Beschichtungen. Dadurch wird die Einweichzeit verkürzt und unerwünschte Konvektionsprozesse reduziert. Die Quarzkapsel kann thermische Schocks aushalten und eine konstante Strahlungsintensität gewährleisten – dadurch bleibt die Leistung über wiederholte Heiz- und Kühlzyklen hinweg konstant. Es entsteht eine schnelle Erhitzung, eine gleichmäßige Temperaturverteilung in der Heizzone sowie ein vorhersehbares Verhalten bei dem Wechsel der Module.
Warum das bei uns funktioniert: Beim Tempern sorgt eine gleichmäßige Erwärmung dafür, dass die thermischen Belastungen unter Kontrolle bleiben und optische Verzerrungen minimiert werden. Beim Biegen liefert die Lampe eine präzise, kontrollierbare Wärmequelle – dadurch nimmt das Glas die gewünschte Form an, ohne dünn zu werden oder Falten zu bekommen.
Für die Verglasung und Trocknung von Beschichtungen sorgt dieses gleiche Wärmeprofil dafür, dass die Zwischenschichten schneller trocknen und die Filme schneller aushärten. Dadurch wird die Prozesszeit verkürzt und die Anzahl der Ausschussstücke reduziert. Das Ergebnis sind mehr fertige Produkte pro Stunde, weniger verschwendete Materialien sowie geringere Energiekosten pro Einheit.
Was man beachten sollte: Die Installation ist einfach, doch die Lampe muss zur Geometrie des Reflektors sowie zur Steuerungsstrategie der Anlage passen. Die Quarzoberfläche muss sauber gehalten werden – Staub oder Fehlstellungen können dazu führen, dass die Heizstelle nicht mehr gleichmäßig verteilt ist. Planen Sie regelmäßige Wartungen ein und halten Sie Ersatzteile bereit. Auch bei Verwendung von Quarz handelt es sich um Verbrauchsmaterialien – daher ist eine proaktive Ersetzung notwendig, um die Betriebszeit zu sichern.